MotionTrack Girl – wenn Bewegung digital wird

Ein Projekt vom Verein Little Lab – Wissenschaft für Kinder e. V.
Schülerinnen der Anne-Frank-Realschule produzieren eigenen Animationsfilm
Wie fühlt es sich an, selbst Teil einer digitalen Welt zu sein?
Wie viel Arbeit steckt hinter einer einzigen animierten Szene?
Und wie sieht ein Beruf aus, in dem Technik und Kreativität täglich zusammenkommen?
Mit diesen Fragen beschäftigten sich zehn Schülerinnen der 9. Klasse der Anne-Frank-Realschule für Mädchen im MINTmakers-Projekt „MotionTrack Girl – beweg dich digital“, einem Berufsorientierungsprojekt des Vereins Little Lab – Wissenschaft für Kinder e. V.
Von der Idee zum animierten Film
Über mehrere Wochen hinweg entwickelten die Schülerinnen gemeinsam eine eigene Weihnachtsgeschichte – von der ersten Idee über das Drehbuch bis zur finalen Umsetzung.
Entstanden ist der Animationsfilm „merry whatever“, der Technik, Storytelling und Teamarbeit vereint.
Die Figuren und virtuellen Welten wurden mit der Unreal Engine aufgebaut. Die Bewegungen der Charaktere entstanden mithilfe einer professionellen Body Motion Tracking Suite und wurden anschließend präzise mit den digitalen Figuren gematcht. Neben der Animation arbeiteten die Schülerinnen auch an Schnitt, Timing und Sounddesign – inklusive vieler Details, die man später im Film kaum wahrnimmt, die aber entscheidend für die Wirkung sind, etwa das Knirschen von Schnee unter den Füßen der Charaktere. Schnell wurde klar: Animation bedeutet weit mehr als „nur“ Figuren zu bewegen. Jede Szene besteht aus vielen unsichtbaren Arbeitsschritten – und genau diese Erkenntnis machte das Projekt so wertvoll.
Lernen mit aktueller Spitzentechnologie
Um den Kurs realisieren zu können, arbeiteten die Schülerinnen mit leistungsstarker Hard- und Software: starke Rechner, aktuelle Grafiktechnologie, professionelle Animations- und Schnittprogramme sowie spezielle Software für Motion Tracking und Projection Mapping.
Die technische Unterstützung durch GovAR, die eine Body Motion Tracking Suite zur Verfügung stellten, machte den Kurs überhaupt erst möglich. Für die große Premiere stellte crushed eyes GmbH & Co. KG die notwendige Projektionstechnik bereit – ohne diesen Beamer hätte die Schulfassade nicht bespielt werden können.
So erhielten die Schülerinnen einen realistischen Einblick in moderne Arbeitsweisen kreativer Technikberufe.
Weibliche Vorbilder in einer männlich geprägten Branche
Geleitet wurde der Kurs von Elisabeth Hönig, 3D Artist und Motion Designerin. In ihrer beruflichen Praxis gestaltet sie unter anderem visuelle Bühnenbilder, virtuelle Studios sowie Projektionen auf Gebäude und Fahrzeuge.
Als weibliches Role Model zeigte sie den Schülerinnen, dass diese Berufe nicht nur hochaktuell, sondern auch vielfältig, kreativ und erreichbar sind – und dass Frauen in diesen Bereichen genauso selbstverständlich arbeiten wie Männer.
Mehrere Teilnehmerinnen äußerten am Ende des Projekts, dass sie sich nun vorstellen könnten, sich intensiver mit Animation oder Mediengestaltung zu beschäftigen.
Große Premiere auf der Schulfassade
Der feierliche Abschluss fand im Rahmen der Weihnachtsfeier der Anne-Frank-Realschule statt.
Der Film „merry whatever“ wurde erstmals öffentlich gezeigt – als großformatige Projektion auf die Außenfassade der Schule.
Die Reaktionen von Lehrkräften, Eltern und Mitschüler*innen waren begeistert. Viele zeigten sich beeindruckt davon, was innerhalb weniger Wochen entstanden war. Eine Schülerin brachte es auf den Punkt:
„Dafür, dass wir am Anfang keine Ahnung hatten, ist der Film richtig gut geworden.“
Warum solche Projekte wichtig sind
Frauen sind in technischen und digitalen Kreativberufen weiterhin unterrepräsentiert. Projekte wie MotionTrack Girl setzen genau hier an: Sie machen Technik erlebbar, bauen Hemmschwellen ab und stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.
Indem Schülerinnen selbst gestalten, ausprobieren und Verantwortung übernehmen, entsteht ein nachhaltiger Effekt – weit über das Projekt hinaus.
Dank & Förderung
Ermöglicht wurde MotionTrack Girl – beweg dich digital durch die Förderung des
Referats für Arbeit und Wirtschaft der Landeshauptstadt München,
des JFF – Instituts für Medienpädagogik sowie des Zonta Club München I.
Ein besonderer Dank gilt den Kooperationspartnern GovAR und crushed eyes GmbH & Co. KG für die technische Unterstützung und die Bereitstellung zentraler Hardware.
Mehr unseren MINTmakers-Projekt findet ihr unter: www.mint-makers-muc.de
Den ganzen Film könnt ihr hier anschauen:
https://www.youtube.com/watch?v=5Ns01e5Oo2w






